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Alfonso Romero Mora

Stage Director

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Biography highlights

Born in Madrid, Alfonso Romero Mora began his musical studies at an early age, obtaining his title as piano professor. Currently, he teaches Body Technic and Scene at Escuela Superior de Música Reina Sofia de Madrid.

He was director and founder of various choruses with which he worked above all on the Baroque and Renaissance repertoire. At the same time, he took specialized courses in baroque organ, harpsichord and choral direction, given by acclaimed teachers of these styles.

 

As a stage director he made his debut in Spain with a production of Poulenc's La voix humaine at the 2003 Festival de Música Are More de Vigo.

Highlights of his engagements include his longtime collaboration with Teatro Real Madrid and Staatstheater Darmstadt under the artistic director John Dew as well as the World Premiere of La Cuzzoni for Teatro Albéniz, Auditorio de Barcelona, Lord Byron at Liceu de Barcelona, I Puritani for Festival de Ópera de La Coruña and ABAO in Bilbao, La Ardilla Astuta for Festival Mozart and Teatro Arriaga, Die Zauberflöte (Teatro de El Escorial and Kursaal), Lucia di Lammermoor (Teatro Gayarre Pamplona and Festival de Ópera de La Coruña), Cavalleria Rusticana and Pagliacci (Festival de Ópera de Titulcia), and Otello (Teatro Principal de Palma de Mallorca, chosen the best production of the season).

His recent projects include among others L'elisir d'amore at Staatstheater Braunschweig, Andrea Chenier for Festival de Perelada and La boheme with the Danish National Opera.

 

The winner of the 3rd Prize at the European Competition of Stage Directing “EOP Camerata Nuova” (Wiesbaden 2005) with his production of Rossini's La Cenerentola, and Finalist at the International Competition of Opera Directing in Prague (2007) with his project of Handel's Alcina.


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Koblenz Opera - Le Nozze di Figaro

Figaros Hochzeit" in Koblenz: Starke Sänger prall inszeniert

 

In einer bildstarken und detailfreudigen Produktion geht mit Mozarts "Figaro" die erste Opernpremiere am Koblenzer Theater umjubelt über die Bühne. Die Inszenierung punktet mit Schauwerten - die musikalische Umsetzung leidet unter einem sehr ausbaufähigen Dirigat.

 

Auf der eifrig, aber auch sehr originell genutzten Drehbühne des Koblenzer Theaters entspinnt sich in der Neuproduktion von Mozarts "Le nozze di Figaro" eine sehr sehenswerte, gut auserzählte Inszenierung. 

 

Ende der 60er-Jahre. Die spanische Sängerin Massiel erobert mit "La, la, la" die Herzen des Grand-Prix-Publikums, in ihrem Heimatland kann man manches vielleicht wirklich nur noch mit "La, la, la" ertragen, unter der Franco-Diktatur werden Menschenrechte mit Füßen getreten. Und es ist eine Zeit, in der ein altes System sich mit der modernen Zeit arrangieren muss und gewohnte Privilegien nicht ohne Widerstand abgibt.

 

In diese Zeit verpflanzt der katalanische Regisseur Alfonso Romero Mora Mozarts Oper "Le nozze di Figaro" zum Saisonstart des Musiktheaters am Theater Koblenz - und das Premierenpublikum feiert die gelungene Inszenierung. Sicher auch deswegen, weil der Zeittransfer nicht konzeptschwer daherkommt, sondern sehr bildmächtig und dabei in einem rundherum ausgewogenen ästhetischen Konzept. Das beginnt schon mit dem inszenierten Vorspiel, bei dem sich das gräfliche Ehepaar in traditionellen Kostümen, mit Mantilla und Büßerhut porträtieren lässt - heraus kommt aber ein Picasso-Bild, das die Maskerade ignoriert und hinter die Fassaden blickt.

 

Graf und Gräfin Almaviva sind die einzigen Reminiszenzen an die alten Zeiten, die restliche "Figaro"-Belegschaft setzt sich aus Klerus, Militär, Bürger- und Arbeiterschaft der spanischen 60er zusammen. Die geschickt genutzte Drehbühne wird immer wieder neu mit Elementen bestückt, die vom gräflichen Bad bis zur kargen Gartennacht in Windeseile offen und mit viel Theatermagie umgebaut werden - Bühnenbildner Jürgen Kirner und Kostümbildnerin Rosa García Andújar schaffen hier Schauwerte, die die Latte für kommende Koblenzer Produktionen ein Stückchen höher legen.

 

Dass die Regie dabei die Geschichte "einfach" gut auserzählt, ist schon einmal mehr als die halbe Miete bei dieser dramaturgisch so gut gebauten und sich, legt man ihr keine Konzept-Fußangeln in den Weg, beinahe selbst erzählenden Oper. Doch im Wie liegt bekanntlich der Unterschied - und Alfonso Romero Mora erzählt das Verwirrspiel um verleidete Pagen, vertauschte Brautkleider und betrogene Herzen mit vielen pfiffigen Ideen und viel Humor. Ein Beispiel für viele: Wie die recht umfängliche Fandango-Tanzmusik genutzt wird, um eine Doppelhochzeit auf der Drehbühne wie am Schnürchen ablaufen zu lassen und dabei immer wieder Figurenbeziehungen (etwa Graf/Figaro) in den Fokus zu stellen, ist unaufdringlich virtuos und ein wahres Fest fürs Auge.

- Rhein ZeitungRead the article


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